Iai-Do


Iai-Do

Die Bedeutung
Das Wort Iaido besteht aus zwei Silben: Iai und do.

Die Silbe Iai setzt sich aus zwei Schriftzeichen zusammen.
I(ru) = sein und Ai(Au) = zusammen, Harmonie.

Beides zusammen bedeutet soviel wie „ganz dabei sein“.

Die zweite Silbe do bedeutet Weg. Mit diesem Weg ist der Verlauf der persönlichen Entwicklung und Ausbildung gemeint.

Im Mittelpunkt des do steht immer das Üben einer bestimmten Fertigkeit mit einem überwiegend spirituellen Aspekt.
Anders als bei europäischen Sportarten, in denen die charakterliche Bildung nur eine Randerscheinung ist, wenn sie denn überhaupt passiert, steht diese beim do im Mittelpunkt.
Das Ziel liegt in der Ausbildung der in jedem Menschen befindlichen Fähigkeiten, damit er sein Leben mit Bewusstsein und Erkenntnis füllen
kann.

Aufgabe des Iaido ist das Erlernen, wie man das Schwert in allen möglichen Situationen gezielt und sicher bewegen kann.
Dies alleine reicht aber nicht aus. Denn dann würde man bei der Schwertkampftechnik iaijutsu stehen bleiben. Hier ist irgendwann kein wahrer Fortschritt mehr möglich.
Darüber hinaus geht es beim Iaido nicht nur um die Methode, andere mit
dem Schwert zu töten, sie zu besiegen, sondern um die Überwindung des
eigenen Egos.
Das eigene Selbst soll durch das Schwert getroffen und besiegt werden.
Der ernsthaft Übende wird durch die vielen Schwierigkeiten beim Beschreiten des Weges zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst gezwungen.
Die Überwindung und das stete Bemühen zur Verbesserung sind der Kern der Ausbildung.
Die klassische Situation des Schwertkämpfers sich mit seinem Gegner
auseinandersetzen zu müssen steht im Iaido stellvertretend für die Handlungen in unserem modernen, täglichen Leben.

Saya no uchi no kachi saya ist das größte Ziel. 
Siegen, ohne das Schwert zu ziehen.

Iaido beinhaltet letztendlich die vorausschauende und im Einklang mit den Umständen angemessene Handlung.

Die Kleidung besteht aus einem weiten Hosenrock (hakama), einer Jacke (gi) mit Unterhemd (hadagi) und einem breiten Gürtel (obi). Die Farben sind dunkel gehalten, meistens schwarz oder dunkelblau. In Japan ist es auch üblich in weißer Kleidung Iaido zu üben. 

Der Anfänger lernt zu erst die einzelnen Elemente, aus der eine kata besteht. Eine kata ist ein vorgegebener Bewegungsablauf, der einem realen Schwertkampf nachempfunden ist. 

Jede kata beinhaltet vier Elemente:
- Ziehen des Schwertes (nukitsuke),
- Schnitt (kiritsuke),
- Schwert reinigen (chiburi) und
- Schwert wegstecken (noto).


Das Besondere am Iaido liegt darin, dass jeder die kata für sich alleine übt, die Gegner sind vorgestellt.
Ungefährliche Partnerübungen mit dem bokken sind möglich. Mit ihnen können Funktion, Abstand, Timing und Dynamik einer kata verdeutlicht werden.
Fehler entstehen alleine aus einem selber. Belastende Gedanken, naive Vorstellungen oder falsche Bewegungen fordern den Übenden.
Dadurch wird das Ausführen der an sich natürlichen Bewegungen schwierig, manchmal auch unmöglich. Erst durch die ständige Annahme dieser
Herausforderung gelingt allmählich die eine oder andere Bewegung. Der
Übende merkt mit der Zeit, dass die ihm fremde Technik vertraut wird. Sie
wird zu seiner eigenen.
Diese Einheit von Geist, Körper und Schwert ki ken tai ichi wird in allen
Bewegungen angestrebt.

Jedes Vereinsmitglied ab 14 Jahren kann an diesem Angebot teilnehmen.

(Quelle: Deutscher Iaido Bund e.V.)

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